Thema #2

Vergabe-Regeln

Vergabe in Kenntnis der Regeln

Öffentliche Aufträge werden in Deutschland grundsätzlich im Wettbewerb und im Wege transparenter Verfahren vergeben. Das Wie der Vergabe von Dienstleistungen und Lieferaufträgen richtet sich dabei im Wesentlichen nach sogenannten Schwellenwerten. Diese werden alle zwei Jahre durch die Europäische Kommission (KOM) angepasst. Zuletzt änderte die KOM die Schwellenwerte im europäischen Vergaberecht Ende 2017 mit Wirkung zum 1.1.2018. Der Schwellenwert für Liefer- und Dienstleistungsaufträge beträgt seitdem 221.000 Euro.

Das Deutsche Vergaberecht in 2016 vor dem Hintergrund europäischer Vorgaben oberhalb der Schwelle weitreichend modernisiert. Erreicht oder überschreitet der geschätzte Auftrags- oder Vertragswert den festgelegten Schwellenwerte, so finden auf das jeweilige Vergabeverfahren nunmehr insbesondere die Vorschriften der Verordnung über die Vergabe öffentlicher Aufträge (VgV 2016) Anwendung.

Diese Vergaberegeln bzw. Gesetzte bietet die Chance, Vergabeverfahren effizient durchzuführen sowie die Qualität der Leistung bei der Vergabe stärker zu gewichten. Kleineren und mittleren Unternehmen wird der Zugang zu öffentlichen Aufträgen erleichtert.

Die Kooperation von Auftraggeber- und Auftragnehmerseite dokumentiert den gemeinsamen Willen, der großen gesellschaftspolitischen Bedeutung des Handelns bereits im Vergabeverfahren mit einem hohen Anspruch an die Qualität der Leistung im Sinner einer guter Vergabekultur gerecht zu werden.