Wissenschaftsgebäude Biodiversität Freie Universität Berlin

Anlass/Ziel

Der Forschungsverbund Berlin e.V. beabsichtigt den Neubau eines „Wissenschaftsgebäudes Biodiversität“ für die Freie Universität Berlin (FU) und das Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB). Der Neubau soll auf dem Gelände der FU Berlin am Standort Königin-Luise-Straße 28-30 im Ortsteil Dahlem errichtet werden.

Der derzeit vorhandene Institutsbau für Biologie, ein Schnellbau aus dem Jahr 1965, wird abgerissen und die Mitarbeiter an anderen Standorten untergebracht.

Die FU Berlin und das IGB streben mit dieser gemeinsamen Baumaßnahme an, die positiv begonnene enge Verzahnung von universitärer und außeruniversitärer Zusammenarbeit in Forschung und Lehre weiterzuentwickeln. Seitens des IGB steht dabei die vertiefte Erforschung der Biodiversität der Binnengewässer im Mittelpunkt. Um die Entschlüsselung der Arten zügig voranzutreiben und die Funktion der Biodiversität umfassend untersuchen zu können, haben das IGB und die FU Berlin in den letzten Jahren gemeinsam mit Partnern in der Region eine neuartige Forschungsinfrastruktur aufgebaut, das „Berlin Center for Genomics in Biodiversity Research“ (BeGenDiv: www.begendiv.de), die jetzt durch den gemeinsamen Neubau nachhaltig gestärkt und weiterentwickelt werden soll. Neben der Behebung der Flächendefizite der FU Berlin und des IGB schlagen wir so Brücken, um bisweilen isolierte Forschungsstränge zu vereinen, über verschiedene Habitate, taxonomische Gruppen und Disziplinen hinweg. Dafür bietet das neue IGB-FU Gebäude eine ideale Grundlage, um die Zusammenarbeit der Universitäten und Institute in und um Berlin/Potsdam zu verstärken und erfolgreich durchzuführen. Aus diesem Grunde ist auch geplant, den Dialog im internationalen Netzwerk der Biodiversitätsforschung durch Gastwissenschaftler zu verstärken, um neue Wege und Konzepte in der Biodiversitätsforschung und -synthese zu entwickeln und zu beschreiten. Diese Atmosphäre wissenschaftlicher Kooperation und Innovation sollte sich auch im architektonischen Bild des Neubaus widerspiegeln.

Das Vorhaben soll in der höchsten Qualitätsstufe „Gold“ nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude (BNB), Modul Laborgebäude zertifiziert werden. Demnach erwartete der Auslober städtebaulich und gestalterisch anspruchsvolle Entwürfe, die den Prinzipien des energieoptimierten und nachhaltigen Bauens entsprechen und den BNB-Gold-Standard vorbildlich und zukunftsorientiert umsetzen.

Gemäß den vorliegenden Raumbedarfsplänen sind für bis zu rund 135 Mitarbeiter der Freien Universität Berlin und des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei rund 2.200 qm Nutzfläche (Labore, Büros, etc.) geplant.

Ziel des Wettbewerbes war die Erlangung eines realisierbaren Entwurfs, der die gestalterischen, funktionalen, betriebstechnischen und wirtschaftlichen Anforderungen moderner Wissenschafts- und Laborgebäude erfüllt und sich auf überzeugende Weise mit den architektonischen und städtebaulichen Ansprüchen des Standortes auseinandersetzt.

Weiterhin wurde von den Wettbewerbsteilnehmern ein Entwurf erwartet, der durch die Gestaltung der Verkehrsflächen im Gebäude vorbildlich Angebote zur Förderung informeller Kommunikation über die einzelne Arbeitsgruppe hinaus schafft, um so einen optimalen wissenschaftlichen Austausch zu ermöglichen.

Für den Neubau des „Wissenschaftsgebäudes Biodiversität“ sind 17,8 Mio. € brutto budgetiert. Es ist geplant, mit der Baudurchführung 2019 zu beginnen. Die Fertigstellung der Baumaßnahme ist für 2021 vorgesehen.

Verfahren

Die Auslobung erfolgt als nichtoffener, einphasiger Planungswettbewerb für Architekten/Innen nach RPW 2013. Das gesamte Verfahren wird bis zum Abschluss anonym durchgeführt.

Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden entsprechend der öffentlichen Bekanntmachung (Nr. 2016/S 246-449912) im Supplement zum Amtsblatt der Europäischen Union, veröffentlicht am 21.12.2016, in einem vorgeschalteten Bewerbungsverfahren (Teilnahmewettbewerb gemäß RPW) folgende 15 Architekturbüros für die Wettbewerbsteilnahme durch Losverfahren bestimmt:

 agn Niederberghaus & Partner GmbH, Ibbenbühren
 Bär, Stadelmann, Stöcker Architekten BDA, Nürnberg
 Bez+Kock Architekten Generalplaner GmbH, Stuttgart
 BLK2 Böge Lindner K2 Architekten PartG mbB, Hamburg
 Eßmann | Gärtner | Nieper | Architekten GbR, Leipzig
 Heinle, Wischer und Partner Freie Architekten, Berlin
 HPP Architekten GmbH, Leipzig
 Kersten + Kopp Architekten BDA, Berlin
 Kleihues + Kleihues Gesellschaft von Architekten, Berlin
 Laboratory for Visionary Architecture Berlin GmbH, Berlin
 LEPEL & LEPEL Architektur, Innenarchitektur, Köln
 LIAG architecten en bouwadviseurs, Den Haag (NL)
 msp Architekten Gesellschaft für Gesamtplanung mbH, Dresden
 ReimarHerbst.Architekten (Herbst Kunkler Architekten GmbH in Gründung), Berlin
 PASD – Planungsgruppe für Architekten, Städtebau und Denkmalpflege – FELDMEIER + WREDE, Hagen

Die folgenden Teilnehmer hat der Auslober nach denselben Kriterien vorab ausgewählt:

 BEHLES & JOCHIMSEN Gesellschaft von Architekten BDA mbH, Berlin
 BHBVT Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin
 Glass Kramer Löbbert Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin
 kleyer.koblitz.letzel.freivogel Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin
 Staab Architekten GmbH, Berlin

Preisgericht

Fachpreisrichter/innen

• Tim Heide, Architekt, Berlin
• Eric Mertens, Architekt, Köln
• Canan Rohde-Can, Architektin, Dresden
• Amandus Sattler, Architekt, München
• Ralf Streckwall, Architekt, Berlin
• Prof. Gesine Weinmiller, Architektin, Berlin

Sachpreisrichter/innen

• Dr. Matthias Dannenberg, ständiger Vertreter der Kanzlerin, Freie Universität Berlin
• Dr. Manuela Urban, Geschäftsführerin, Forschungsverbund Berlin e.V.
• Prof. Dr. Mark Gessner, Direktor a.i., Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei im FVB e.V.
• Uwe Meising, Abteilungsleiter Technische Abteilung, Freie Universität Berlin
• Sabine Lappe, Leiterin des Stadtentwicklungsamtes, Fachbereichsleitung Stadtplanung Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin

Termine

Auslobung des Wettbewerbs: 27.01.2017
Rückfragen bis: 09.02.2017
Ortsbesichtigung /Rückfragenkolloquium: 14.02.2017
Beantwortung der Rückfragen bis: 24.02.2017
Abgabe der Wettbewerbsarbeit: 10.04.2017
Abgabe des Modells: 18.04.2017
Preisgericht: 05.05.2017
Ausstellung: 06/2017

Preisträger

Anerkennungen

Bär, Stadelmann, Stöcker Architekten BDA / Nürnberg
Herbst Kunkler Architekten / Berlin
Lepel und Lepel, Architekten, Innenarchitekten / Köln

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