Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Wolfsburg AG

Anlass/Ziel

Die Stadtwerke Wolfsburg AG beabsichtigt den Neubau eines Hauptverwaltungsgebäudes westlich des derzeit bestehenden sanierungsbedürftigen Firmensitzes an der Ecke Heßlinger Straße/An der Vorburg in der Stadt Wolfsburg.

Die Stadtwerke Wolfsburg AG wurde im Jahre 1939 gegründet. Seit 1962 wird das Unternehmen, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Stadt Wolfsburg, in Form der Aktiengesellschaft geführt.

Die städtebauliche Bedeutung des Standortes für die Stadt Wolfsburg und die architektonisch anspruchsvolle Aufgabe eines Neubaus legten es nahe, diese Gestaltungsaufgabe durch einen architektonisch städtebaulichen Wettbewerb lösen zu lassen.

Es war ein Entwurfskonzept zu erarbeiten, welches auf die exponierte und gleichzeitig sensible städtebauliche Situation im Spannungsfeld des innerstädtischen Entwicklungsbereiches „Nordkopf“ mit den in den letzten Jahren realisierten architektonisch anspruchsvollen Solitären Phaeno und den Neubauten am Willy-Brandt-Platz und in der Porschestraße reagiert. Bei der Gestaltung des Bauvorhabens bedurfte die Entwicklung der Kubatur in ihrer Maßstäblichkeit als eine städtebauliche Dominante einer besonderen Beachtung. Die Herausforderung des Wettbewerbs bestand darin, in einem von architektonischen Kontrasten geprägten Stadtraum eine funktionelle und gestalterische Lösung zu entwickeln, die zur Aufwertung des bedeutendsten städtebaulichen Bereiches der Innenstadt von Wolfsburg beiträgt.

Das neue Verwaltungsgebäude wurde seitens des Auslobers als ein modernes, auf die Besucher und Mitarbeiter des kommunalen Dienstleisters zugeschnittenes Gebäudeensemble gesehen, welches geeignet ist, das Stadtbild an einer herausgehobenen städtischen Lage zu qualifizieren und gleichzeitig einen Beitrag zur funktionellen Aufwertung des Standortes sowie zur Funktionsstärkung der Stadt zu leisten.

Der Auslober erwartete von den beteiligten Büros auf Basis der vorliegenden Unterlagen und Vorgaben Ergebnisse, die die gestellten Aufgaben gestalterisch sensibel in räumliche und funktionale Qualitäten übersetzen und das Haus als herausragenden Ort im Kontext seiner Umgebung verankern. Dabei sollte der Neubau auch unter wirtschaftlichen und nachhaltigen Gesichtspunkten Meilensteine setzen.

Das Raumprogramm umfasst eine Nutzfläche von ca. 6.620 qm für Büroflächen sowie andienende Räume. Die Höhe des neuen Gebäudes war gemäß Aufsichtsratsbeschluss der Stadtwerke AG auf maximal 32,00 m über Gehweg zu begrenzen.

Von den Wettbewerbsteilnehmern wurde ein städtebaulich und architektonisch anspruchsvoller Entwurf unter dem Aspekt des energieoptimierten Bauens im Sinne eines innovativen energie- und kosteneffizienten Gebäudekonzeptes erwartet.

Verfahren

Die Auslobung erfolgte als nichtoffener, einstufiger Realisierungswettbewerb für Architekten.

Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden entsprechend der Ankündigung im EU-Amtsblatt vom 17.12.2013 in einem vorgeschalteten qualifizierten Losverfahren (Teilnahmewettbewerb gemäß RPW und VOF) folgende 24 Architekturbüros ausgewählt:

• Bühring & Bühring Architekten, Gifhorn
• Dohle+Lohse Architekten GmbH, Braunschweig
• Volker Staab Architekten, Berlin
• struhk architekten Planungsgesellschaft mbH, Braunschweig
• Schulz & Schulz Architekten GmbH, Leipzig
• Barkow Leibinger Architekten, Berlin
• Gerber Architekten, Dortmund
• Bär, Stadelmann, Stöcker Architekten BDA, Nürnberg
• bof architekten GbR BDA, Hamburg
• Lieb + Lieb Architekten BDA, Freudenstadt
• Gössler Kinz Kerber Kreienbaum Architekten BDA, Hamburg
• Michel+Wolf+Partner GbR, Freie Architekten BDA, Stuttgart
• Thomas Müller Ivan Reimann Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin
• BLK2 Böge Lindner K2 Architekten, Hamburg
• Benthem Crouwel GmbH, Aachen
• Architekten Gaiser + Partner * Freie Architekten BDA, Karlsruhe
• Dietz Joppien Architekten AG, Frankfurt am Main
• Rüthnick Architekten, Berlin
• pbr Planungsbüro Rohling AG, Architekten und Ingenieure, Braunschweig
• Dr. Ribbert Saalmann + Partner Architekten BDA, Magdeburg
• SEHW Architektur, Berlin
• Ortner & Ortner Baukunst GmbH, Berlin
• nps tchoban voss, Berlin
• Haslob Kruse + Partner Architekten BDA, Bremen

Preisgericht

Fachpreisrichter/innen

• Prof. Markus Allmann, Architekt, München
• Prof. Andreas Quednau, Architekt, Berlin
• Prof. Dörte Gatermann, Architektin, Köln
• Monika Thomas, Architektin/Stadtbaurätin Stadt Wolfsburg
• Sabine Müller, Architektin, Berlin
• Jürgen Engel, Architekt, Braunschweig

Stellvertretende Fachpreisrichter/innen

• Martin Diekmann, Landschaftsarchitekt, Architekt, Hannover
• Kai Uwe Hirschheide, Stadtplanung & Bauberatung Stadt Wolfsburg

Sachpreisrichter/innen

• Dr. Frank Kästner, Vorstand Stadtwerke Wolfsburg AG
• Sybille Schönbach, Geschäftsführerin LSW GmbH + Co KG
• Klaus Mohrs, Oberbürgermeister Stadt Wolfsburg
• Hans-Georg Bachmann, Aufsichtsratsvorsitzender Stadtwerke Wolfsburg AG
• Mathias Herzog, Vorstand Netze Avacon AG, Helmstedt

Stellvertretende Sachpreisrichter/innen

• Dalibor Dreznjak, Betriebsratsvorsitzender Stadtwerke Wolfsburg AG
• Rüdiger Bekmann, Betriebsratsvorsitzender LSW GmbH & Co. KG
• Bärbel Weist, Stellvertretende Bürgermeisterin Stadt Wolfsburg
• Wolfgang Täger-Farny, Aufsichtsratsmitglied LSW GmbH & Co. KG
• Dr. Christian Brinsa, Leitung Geschäftsbereich Hochbau, Stadt Wolfsburg
• Dr. Karl Peter Wilhelm, Stellvertr. Vorsitzender des Planungs- und Bauausschusses der Stadt Wolfsburg

Sachverständige

• Jörg Heider, Infrastruktur Stadtwerke Wolfsburg AG
• Christian Effe, Technische Leitung entricon GmbH Facility-Management und Consulting
• Pierre Rey, Stadtplanung & Bauberatung, Stadt Wolfsburg
• Tobias Göring, LSW GmbH & Co.KG
• Thomas Göhring, Geschäftsbereich Hochbau Stadt Wolfsburg
• Reinhard Klauenberg, Technischer Geschäftsführer Thieme GmbH & Co KG Gebäudetechnik

Termine

Ankündigung des Auswahlverfahrens: 17.12.2013
Einsendeschluss der Bewerbungen: 17.01.2014
Auswahlsitzung der Teilnehmer: 31.01.2014
Auslobung des Wettbewerbs: 17.02.2014
Rückfragenkolloquium/Preisrichtervorbesprechung: 06.03.2014
Abgabe der Wettbewerbsarbeit: 28.04.2014
Preisgericht: 21.05.2014

Preisträger

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