Sporthallen und Schulfreiflächen Fallersleben

Anlass/Ziel

Durch den 2010 ausgelobten Realisierungswettbewerb „Erweiterung und Umbau des Schulzentrums Fallersleben“ wurde eine Neustrukturierung des nördlich angrenzenden Schulgeländes initiiert, die mit diesem interdisziplinären Wettbewerb abgeschlossen werden soll.

Die Stadt Wolfsburg beabsichtigt für das Schulzentrum Fallersleben, bestehend aus der Hauptschule Fallersleben, der Hoffmann-von-Fallersleben-Realschule und dem Gymnasium Fallersleben, eine Neugestaltung der Freiflächen sowie den Neubau von zwei Sporthallen mit jeweils drei Hallenteilen als Ersatz für zwei als nicht sanierungswürdig eingestufte 3-Feldsporthallen.

Mit dem Neubau der Sporthallen sowie der Neustrukturierung und Sanierung der Freiflächen des Schulzentrums eröffnet sich die Chance, den gesamten umliegenden Stadtraum des Ortsteils Fallersleben, der durch weitere sport- und freizeitliche Nutzungen (Schützenplatz, Freibad und Sportanlagen) geprägt ist neu zu strukturieren, stadträumlich zu ordnen und funktional aufzuwerten. Das Wettbewerbsgelände umfasst eine Gesamtfläche von ca. 82.000 qm (inklusive des Verflechtungsraumes von ca. 22.000 qm).

Zweck des landschaftsarchitektonischen Teils im Rahmen des Wettbewerbsverfahrens ist es, hochwertige  Lösungsvorschläge zur Neuordnung und Neugestaltung der gesamten Schulfreiflächen des Schulzentrums zu erhalten. Dabei werden Entwürfe erwartet, die eine Interaktion zwischen den Innen- und Außenräumen des Schulkomplexes in beispielgebender Weise zulassen und auf den weiterentwickelten Entwurf des 1. Preises des hochbaulichen Wettbewerbsverfahren aus dem Jahre 2010 aufbauen. Die Stadt Wolfsburg beabsichtigt das Schulzentrum Fallersleben zu einem Lern-, Lebens- und Bildungsraum zu entwickeln, der eine neue Lernkultur ermöglicht, der die notwendige Individualisierung und Differenzierung in flexibler Gliederbarkeit abbildet und vielfältige Arrangements zulässt. Weiterhin ist der Entwurf von Sporthallenneubauten Wettbewerbsaufgabe. Diese sollen nicht nur in optimaler Weise an das Schulzentrum anknüpfen, sondern das Gesamtareal städtebaulich neu ordnen.

Die Sporthallen sollen weiterhin sowohl der gemeinsamen Nutzung durch das Schulzentrum Fallersleben als auch dem Vereins- und Breitensport zur Verfügung stehen. Die Neubauten der zwei Dreifach-Sporthallen umfassen eine Gesamtfläche von ca. 5.000 qm BGF und sollen neben den klassischen Sporthallenfunktionen eine ausziehbare mobile Tribüne für mindestens 470 Personen und eine für 199 Personen aufweisen. Für das Bauvorhaben der beiden Sporthallen sind Gesamtbaukosten nach DIN 276 (KG 200-400 und anteilig 700) in Höhe von maximal 11.500.000,- Euro (brutto) und für die Schulfreiflächen ist ein Kostenrahmen von insgesamt 5.400.000,- Euro (brutto) vorgesehen. Kosten für den Abbruch der Bestandshallen, Kosten für die mobilen Teile der ausziehbaren Tribünen sowie Kosten für nicht festinstallierte Sportgeräte sind nicht innerhalb der Kostenobergrenze von 11.5 Mio. € abzubilden. Die genannten Kostenrahmen sind einzuhalten.

Von den Wettbewerbsteilnehmern wird ein städtebaulich und architektonisch anspruchsvoller Entwurf unter dem Aspekt des energieoptimierten Bauens im Sinne eines innovativen energie- und kosteneffizienten Gebäudekonzeptes nach EnEV 2013 mit einer Unterschreitung um mindestens 5% bezogen auf die Neubauanforderungen ab 1.1.2016 erwartet.

Verfahren

Die Auslobung erfolgt als nichtoffener, einstufiger, interdisziplinärer Realisierungswettbewerb für Planungsteams aus Architekten und Landschaftsarchitekten. Das gesamte Wettbewerbsverfahren wird anonym durchgeführt.

Diese Auslobung basiert auf Grundlage der „Richtlinie für Planungswettbewerbe RPW 2013″. Sie ist damit, sofern nicht ausdrücklich  Abweichungen formuliert sind, ohne die Anlagen I bis VII zur RPW Bestandteil der Auslobung. Der Architektenkammer Niedersachsen hat die Auslobung vorgelegen, sie hat die Übereinstimmung mit der Richtlinie bestätigt bzw. den Abweichungen zugestimmt und den Wettbewerb unter der Nummer215-32-13/24 registriert.

Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden entsprechend der Ankündigung im EU-Amtsblatt vom 16.10.2013 in einem vorgeschalteten qualifizierten Losverfahren (Teilnahmewettbewerb gemäß RPW und VOF) 15 Planungsteams aus Architekten / Ingenieuren und Landschaftsarchitekten ausgewählt.

1. 4a Architekten GmbH, Stuttgart + Gänßle, Hehr + Partner Landschaftsarchitekten, Esslingen am Neckar

2. Atelier Loidl, Berlin + ZILA, Leipzig

3. BAURCONSULT Architekten Ingenieure GbR, Teltow 

4. Birk Heilmeyer und frenzel Gesellschaft von Architekten mbH, Stuttgart + k1 Landschaftsarchitekten Kuhn Klapka GmbH, Berlin

5. Burger Rudacs Architekten BDA, München + OK Landschaft, München

6. Heinrich Wörner Ramsfjell Architektenpartnerschaft GbR, Dortmund + brandenfels, landscape + environment, Münster

7. hochC Landschaftsarchitekten. claus herrmann, Berlin + Anderhalten Architekten, Berlin

8. Hufnagel Architekten, Berlin + Lützow7 C.Müller J.Wehberg Garten- und Landschaftsarchitekten, Berlin

9. Kersten + Kopp Architekten BDA, Berlin + Mettler Landschaftsarchitektur, Berlin

10. KohlmayerOberst Architekten, Stuttgart + Glück Landschaftsarchitektur BDLA, Stuttgart

11. KSP Jürgen Engel Architekten, Braunschweig + nsp landschaftsarchitekten stadtplaner christoph schonhoff, Hannover

12. LA.BAR Landschaftsarchitekten bdla, Berlin + de+architekten gmbh, Berlin

13. Mosaik Architekten, Hannover + Irene Lohaus, Peter Carl, Landschaftsarchitektur, Hannover

14. raumwerk Gesellschaft für Architektur und Stadtplanung mbH, Frankfurt am Main + realgrün Landschaftsarchitekten, München

15. Sander Hofrichter Architekten Partnerschaft, Ludwigshafen + Grünmüller Staiger GbR landschaftsarchitektur, Potsdam

Preisgericht

Fachpreisrichter/innen
  • Prof. Jürgen Weidinger, Landschaftsarchitekt, Berlin
  • Marianne Mommsen, Landschaftsarchitektin, Berlin
  • Prof. Walter Nägeli, Architekt, Berlin
  • Marlies Rohmer, Architektin, Amsterdam, NL
  • Monika Thomas, Architektin/Stadtbaurätin, Stadt Wolfsburg
Stellvertretende/r Fachpreisrichter/in
  • Per Pedersen, Architekt, Berlin
  • Ralph Hartmann, Landschaftsarchitekt, Stadt Wolfsburg
Sachpreisrichter/in
  • Bärbel Weist, Ortsbürgermeisterin Fallersleben
  • Hiltrud Jeworrek, Vorsitzende Schulausschuss, Stadt Wolfsburg
  • Thorsten Werner, Vorsitzender Sportausschuss, Stadt Wolfsburg
  • Iris Bothe, Stadträtin für Jugend, Bildung und Integration, Stadt Wolfsburg
Stellvertretende Sachpreisrichter/in
  • Andreas Klaffehn, Stellv. Ortsbürgermeister, Fallersleben
  • Timo Kaupert, GBL Sport, Stadt Wolfsburg
  • Karen Dohle, GBL Schule, Stadt Wolfsburg
Sachverständige
  • Rüdiger Czubba, Schulleiter Hauptschule Fallersleben
  • Almut Henkel, Schulleiterin Realschule Fallersleben
  • Wilfried Nehls, Stellv. Schulleiter Gymnasium Fallersleben
  • Ricardo Koch, Schülervertreter Realschule Fallersleben
  • Isabel Kitzmann, Schülervertreter Gymnasium Fallersleben
  • Dr. Karl Peter Wilhelm, Vorsitzender VfB Fallersleben
  • Dr. Nicolas Heidtke, Geschäftsführer VfB Fallersleben
  • Dr. Christian Brinsa, Geschäftsbereich Hochbau, Stadt Wolfsburg
  • Götz Stehr, Geschäftsbereich Grün, Stadt Wolfsburg
  • Kai Uwe Hirschheide Geschäftsbereich Stadtplanung & Bauberatung, Stadt Wolfsburg
Kammervertretung
  • Andreas Rauterberg, Architektenkammer Niedersachsen

Der Auslober behält sich vor, weitere Sachverständige bzw. Vorprüfer zu benennen.

Termine

Wettbewerbsverfahren

Auslobung des Wettbewerbs  17.12.2013

Frist für schriftliche Rückfragen 09.01.2014

Rückfragenkolloquium 16.01.2014

Abgabe der Wettbewerbsarbeiten 07.04.2014

Abgabe des Modells 14.04.2014

Preisgericht 16.05.2014

Preisträger