Neubau Helmholtz Quantum Center + Forschungszentrum Jülich GmbH

Anlass/Ziel

Gegenstand des Wettbewerbs ist der Neubau eines Geb udekomplexes, bestehend aus zwei haushaltstechnisch getrennten Neubauma nahmen, im Forschungszentrums Jülich.

Das Labor- und Bürogebäude „Helmholtz Quantum Center“ (HQC) einerseits und das Laborgebäude „Ersatzneubau für Geb ude 02.3v“ (E) andererseits sollen aufgrund ihrer inhaltlichen und baulichen Zusammenhänge gemeinsam geplant werden. Sie sind funktional zu verbinden und mit den Bestandsgeb uden der Umgebung, insbesondere dem Reinraumgebäude der Helmholtz Nano Facility (HNF) zu vernetzen. Der Gebäudekomplex wird als „Helmholtz Quantum Center+“ (HQC+) bezeichnet.

Mit dem HQC+ soll ein nationales Kompetenzzentrum errichtet werden, das optimale Möglichkeiten bietet, die bereits vorhandenen Aktivit ten auf dem Gebiet des Quantencomputing im Forschungszentrum Jülich auszubauen, weitere zu integrieren und neue hinzuzugewinnen. Ziel ist es, die unterschiedlichen Kompetenzen im Bereich der Quantentechnologien zu bündeln, um konzertiert und zusammen mit internen und externen Kooperationspartnern disziplinübergreifend an den großen Herausforderungen des Quantencomputings arbeiten zu können. Das HQC+ soll ein Begegnungsort zwischen Wissenschaft auf der einen und Politik und Gesellschaft auf der anderen Seite sein. An diesen besteht der Anspruch, nationalen und internationalen Gästen bestmögliche Technologie und Infrastruktur zur Verfügung zu stellen.

Das Wettbewerbsgebiet beträgt einschließlich der Bestandsgebäude rund 24.400 qm, wobei die bebaubare Fläche unter Berücksichtigung von vorhandenen Medienleitungen, Abstandsflächen, Rettungswegen usw. ca. 8.700 qm umfasst. Auf dieser Fläche ist ein Raumprogramm mit einer definierten Nutzfläche von ca. 4.770 qm und einer geschätzten Betriebs- und Technikfläche von ca. 1.650 qm zu realisieren.

In den hinsichtlich ihrer baulichen Anforderungen sehr unterschiedlichen Technologie-Clustern der Präzisions-, Material-, Optik-, Kryostatenlabore wird Spitzenforschung und Hochtechnologie betrieben. Bei der Anordnung der Flächen auf dem Baufeld und der Räume zueinander ist deshalb den Schutzzielen der High-Tech Labore vor Erschütterungen und Magnetfeldern in besonderem Maße Rechnung zu tragen.

Der Umgang mit toxischen Gasen erfordert besondere Sicherheitsanforderungen. Für Bioelektroniklabore gilt die gentechnische Schutzstufe S1. Lagerflächen mit Tankstation, Gasflaschen und Dewargefäße dienen der Versorgung.

Für die experimentell forschenden Wissenschaftler der Technologie-Cluster, aber auch für die theoretisch Forschenden und Externe, sind insgesamt ca. 137 Büroarbeitsplätze mit unterschiedlicher Qualität als „Workspace“, „Projectspace“ und „Permanent Office“ zu realisieren. Durch vielfältige Kommunikations- und Sozialfl chen mit Aufenthaltscharakter soll kreatives Wohlbefinden befördert und Motivation und Leistungsfähigkeit im Hinblick auf ein gemeinsames Zielbewusstsein erzeugt werden.

Insgesamt wird eine städtebaulich und architektonisch vorbildliche Gesamtlösung angestrebt, die neben den nutzerspezifischen Anforderungen auch die Kriterien der Nachhaltigkeit nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) berücksichtigt und mindestens BNB-Silber-Standard erreicht.

Für die Umsetzung der Bauma nahme sind die Gesamtkosten der Kostengruppen 300, 400 und 500 nach DIN 276 mit 33.952.400,- Euro (netto) vorgegeben. Die Übergabe des Neubaus Helmholtz Quantum Center+ in die bestimmungsmäßige Nutzung soll in der zweiten Jahreshälfte 2025 erfolgen.

Verfahren

Die Auslobung erfolgt als nichtoffener, einphasiger interdisziplin rer Realisierungswettbewerb für Generalplaner nach RPW 2013 gemäß §3 der Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW 2013). Das gesamte Verfahren wird bis zum Abschluss anonym durchgeführt.

Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden entsprechend der öffentlichen Bekanntmachung (Nr. 2021/S 072-184339) im Supplement zum Amtsblatt der Europäischen Union, veröffentlicht am 14.04.2021, in einem vorgeschalteten Bewerbungsverfahren (Teilnahmewettbewerb gemäß RPW) folgende 13 Generalplanerteams für die Wettbewerbsteilnahme durch Losverfahren
bestimmt:

    • Bewerbergemeinschaft ATP architekten ingenieure / ATP Hamburg Planungs GmbH, Hamburg, und ATP architekten ingenieure / ATP Frankfurt Planungs GmbH, Offenbach am Main, mit MERA Landschaftsarchitekten Partnerschaft mbB, Hamburg
    • Behnisch Architekten Partnerschaft mbB, Stuttgart, mit Planstatt Senner GmbH, Überlingen, Ingenieurbüro Liebert Versorgungstechnik GmbH & Co. KG, Hüfingen, ibb Burrer & Deuring Ingenieurbüro GmbH, Heiligenhaus, und dr. heinekamp Laborund Institutsplanung GmbH, Berlin
    • Bewerbergemeinschaft Burckhardt+Partner GmbH Generalplaner, Berlin, und Werner Sobek Green Technologies GmbH, Stuttgart, mit brandenfels landscape + environment, Münster
    • Carpus + Partner AG, Aachen, mit WKM Landschaftsarchitekten GmbH, Düsseldorf
    • HDR GmbH, Düsseldorf, mit gm013 Landschaftsarchitektur bdla, Berlin, und SÜSS Beratende Ingenieure GmbH & Co. KG, Nürnberg
    • Heinle Wischer Gesellschaft für Generalplanug mbH, Stuttgart, mit KRAFT.RAUM Landschaftsarchitektur und Stadtentwicklung, Düsseldorf, WINTER Geb udetechnik, Engineering & Services GmbH, Düsseldorf, und Heinle, Wischer und Partner Freie Architekten GbR, Stutttgart
    • huber staudt architekten bda Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin, mit hutterreimann Landschaftsarchitektur GmbH, Berlin, und KOFLER ENERGIES INGENIEURGESELLSCHAFT MBH, Frankfurt am Main
    • Bewerbergemeinschaft gmp International GmbH, Hamburg, und Lindschulte + GGL Ingenieurgesellschaft, Krefeld, mit Bruun & M llers GmbH & Co. KG, Hamburg, und gmp Generalplanungsgesellschaft mbH, Hamburg
    • kister scheithauer gross architekten und stadtplaner GmbH, K ln, mit LAND Germany GmbH, Düsseldorf, und ZWP Ingenieur-AG, Berlin
    • pbr Plannungsbüro Rohling AG – Architekten Ingenieure, Braunschweig, mit wpb Landschaftsarchitekten GmbH, Bochum
    • Struhk Architekten Planungsgesellschaft mbH, Braunschweig, mit GTL |Michael Triebswetter Landschaftsarchitekt, Kassel, und PROTEC Planungsgesllschaft mbH, Braunschweig
    • wörner traxler richter planungsgesellschaft mbh, Frankfurt am Main, mit Förder Landschaftsarchitekten GmbH, Essen, ZWP Ingenieur-AG, Wiesbaden und Mijaa Raummanufaktur Architekten PartG mbH, Frankfurt am Main
    • wulf architekten gmbh, Stuttgart, mit AO Landschaftsarchitekten, Stadtplaner und Ingenieure Mainz GmbH, Mainz, IGF Ingenieure GmbH, Münster, und Müller & Bleher Darmstadt GmbH & Co. KG, Darmstadt, und dr. heinekamp Benelux B.V., De Meern (NL)

Die folgenden 7 Generalplanerteams hat der Auslober nach denselben Kriterien vorab ausgewählt:

    • Bewerbergemeinsschaft Delugan Meissl ZT GmbH, Wien, und Wenzel+Wenzel Freie Architekten PartmbB, Karlsruhe, mit DnD Landschaftsplanung ZT KG, Wien, und ZWP Ingenieur-AG, Köln
    • GLASS KRAMER L BBERT ARCHITEKTEN BDA, Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin, mit urbanegestalt PartGmbB, Köln und H+S ingenieure GmbH, Nürnberg
    • hammeskrause architekten Partnerschaftsgesellschaft freier Architekten mbB, Stuttgart, mit EURICH . GULA LANDSCHAFTSARCHITEKTUR PartGmbB, Wendlingen am Neckar, Rentschler und Riedesser Ingenieurgesellschaft mbH für Technik im Bau, Filderstadt, Dr. Heinekamp Labor- und Institutsplanung GmbH, Karlsfeld, und Müller und Bleher Radolfzell GmbH & Co. KG, Radolfzell
    • Penzel Valier AG, Zürich, mit Bischoff Landschaftsarchitektur GmbH, Baden und Gruner Gruneko AG, Basel
    • Henn GmbH, München, mit J HLING & Köppel Landschaftsarchitekten GmbH, München, und Happold Ingenieurbüro GmbH, Berlin
    • Staab Architekten GmbH, Berlin mit Levin Monsigny Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH, Berlin, Ebert Ingenieure GmbH, Berlin, und Eurolabors AG – Aktiengesellschaft für integrale Laborplanung, Kassel
    • Bewerbergemeinschaft OX2architekten GmbH, Aachen, und DIETE + SIEPMANN Ingenieurgesellschaft mbH, Kaarst und H2S architekten BDA haubrich | scholtyssek + partner mbB, Darmstadt, und Planungsgruppe M+M AG, Böblingen, mit Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten GmbH, München

Preisgericht

Fachpreisrichter/innen
  • Karin Höhler, Architektin, Aachen
  • Harald Lange, Architekt, Aachen
  • Christian Langfeld, Architekt, München
  • Prof. Hilde Léon, Architektin, Berlin
  • Prof. Karl-Heinz Petzinka, Architekt, Düsseldorf
  • Ralf Streckwall, Architekt, Berlin
  • Prof. Rolf-Egon Westerheide, Architekt, Aachen
Stellvertretende Fachpreisrichter/in
  • Tanja Frink, Architektin, Düsseldorf
  • Herbert Holler, Architekt, Aachen
  • Prof. Klaus Legner, Architekt, Düsseldorf
  • Dr. Christian Schätzke, Architekt, Aachen
  • Markus Sporer, Architekt, Aachen
Sachpreisrichter/innen
  • Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Marquardt, Vorstandsvorsitzender, Forschungszentrum Jülich GmbH
  • Dr. Astrid Lambrecht, Mitglied des Vorstandes, Forschungszentrum Jülich GmbH
  • Prof. Dr. Frank Stefan Tautz, Institutsleitung Peter Grünberg Institut (PGI-3)
    Forschungszentrum Jülich GmbH
  • Prof. Dr. Detlev Grützmacher, Institutsleitung Peter Grünberg Institut (PGI-9 / PGI-10)l, Forschungszentrum Jülich GmbH
  •  Jens Kuchenbecker, Leitung Technischer Bereich, Forschungszentrum Jülich GmbH
  • MinR`in Gisela Nobis-Fritzen, Leitung Referat BW II 2, Bundesministerium des Innern für Bau und Heimat (BMI)
Stellvertretende Sachpreisrichter/in
  • Karsten Beneke, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender, Forschungszentrum Jülich GmbH
  • Prof. Dr. Sebastian M. Schmidt, Wissenschaftlicher Direktor, Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf
  • Prof. Dr. Frank Wilhelm-Mauch, Institutsleitung Peter Grünberg Institut (PGI-12), Forschungszentrum Jülich GmbH
  • Prof. Dr. Andreas Offenhäusser, Institutsleitung, Institute of Biological Information, Processing, Bioelectronics (IBI-3), Forschungszentrum Jülich GmbH
  • LRBD Stephan Sternberg, Leitung Referat B3, Oberfinanzdirektion des Landes Nordrhein-Westfalen (OFD)
Sachverständige
  • Sigrun Schmücker, Projektleitung, Planen und Bauen (B-X)
    Forschungszentrum Jülich GmbH
  • Hubert Nießen, Leitung Tiefbau Außenanlagen, Forschungszentrum Jülich GmbH
  • Hubert Cremer, Leitung Elektrotechnik (B-EP1), Forschungszentrum Jülich GmbH
  • Kai Deuster, Leitung Technik und Betrieb (T), Forschungszentrum Jülich GmbH
  • Ralf Helbig, Leitung Maschinentechnik (B-V), Forschungszentrum Jülich GmbH
  • Prof. Dr. Thomas Schäpers, Teamleitung, Peter Grünberg Institut (PGI-9), Forschungszentrum Jülich GmbH
  • Prof. Dr. Markus Ternes, Teamleitung, Peter Grünberg Institut (PGI-3), Forschungszentrum Jülich GmbH und RWTH Aachen
  • Prof. Dr. Hendrik Bluhm, Institutsleitung, Peter Grünberg Institut (PGI-11), Forschungszentrum Jülich GmbH und
  • JARA-Institut für Quanteninformation RWTH Aachen
  • Dr. Wolfgang Albrecht, Leitung Helmholtz Nano Facility (HNF), Forschungszentrum Jülich GmbH
  • Dr. Wolfgang Speier, Leitung Science Office, Peter Grünberg Institut, Forschungszentrum Jülich GmbH
  • Dr. Andreas Gömmel, Gutachter Erschütterungen, Müller BBM GmbH
  • Dr. Gisbert Gralla, Gutachter Magnetfelder, Müller BBM GmbH,
  • Heide Schnickmann, Bauabteilung, Oberfinanzdirektion des Landes, Nordrhein-Westfalen (OFD)
  • N.N., Nachhaltigkeit
Kammervertretung

Jan Schüsseler, Referent für Wettbewerbe und Vergabe, Architektenkammer Nordrhein-Westfalen

Termine

EU-Bekanntmachung (Veröffentlichung): 14.04.2021
Ende Bewerbungsverfahren: 10.05.2021

Auslobung des Wettbewerbs / Bereitstellung der digitalen Anlagen: 28.05.2021
Frist für schriftliche Rückfragen vor dem Rückfragenkolloquium bis: 07.06.2021, 12.00 Uhr
Ortsbesichtigung: 08.06.2021 bis 10.06.2021
Rückfragekolloquium: 11.06.2021, ab 10.00 Uhr
Frist für schriftliche Rückfragen nach dem Rückfragenkolloquium bis: 14.06.2021, 16.00 Uhr
Schriftliche Beantwortung der Rückfragen bis: 18.06.2021

Abgabe der Wettbewerbsarbeiten (Pläne): 23.08.2021
Abgabe der Wettbewerbsarbeiten (Modell): 06.09.2021
Preisgericht: 27.09.2021 (Reservetag 28.09.2021)
Ausstellung voraussichtlich: Oktober 2021