Marienberg Brandenburg

Anlass/Ziel

Die Stadt Brandenburg an der Havel lobt einen landschaftplanerischen Realisierungswettbewerb für den Park Marienberg aus. Der nordwestlich der Altstadt Brandenburgs gelegene Marienberg erhebt sich 40 m über die Stadt und stellt den wichtigsten innerstädtischen Freiraum in Brandenburg an der Havel dar.

Obwohl sehr zentral zwischen mittelalterlicher Altstadt und Stadterweiterung des 20. Jh. gelegen, ist die Einbindung in das Stadtgefüge nicht befriedigend gelöst. Der Nordaufgang ist nur für Ortskundige auffibar und nicht annähernd barrierefrei ausgeführt. Der Stadtteil Nord andererseits beheimatet zahlreiche ältere Mitbürger, z. T. allein aufgrund ihres Alters mobilitätseingeschränkt, für die der Park zwar nahe aber trotzdem unerreichbar ist.

Insbesondere die Anbindung des Stadtteils Nord und die Querbarkeit des Marienberges für bewegungseingeschränkte Mitbürger in die Altstadt und zukünftg auch die optimale Verknüpfung zum geplanten Grünzug Nord, stellen ein ganz wichtiges Entwicklungsziel für den Bürgerpark Marienberg dar.

Die weitestgehende Herstellung der Barrierefreiheit, die Weiterentwicklung des ausgeprägten Parkcharakters und die behutsame Instandsetzung des Gartendenkmals sind die vorrangigen Beweggründe für die Sanierung des Bürgerparks.

Die Radverkehrstauglichkeit ist erwünscht, denn Radfahren soll auch zukünftg im Bereich des Marienberges zugelassen werden. Fahrradverkehr soll sich jedoch dem Parkcharakter unterordnen und den Erholungswert sowie die kontemplative
Ruhe des öffntlichen Freiraums nicht beeinträchtigen.

Ein hoher Freizeitwert wird für vielfältige Bevölkerungsgruppen angestrebt. Daher wird großer Wert darauf gelegt, dass langfristige etablierte Nutzungsmuster möglichst wenig beeinträchtigt werden. Die Rodelbahn am Nordhang hat für die
Kinder der Umgebung bei günstiger Schneelage einen sehr hohen Unterhaltungswert und wird sehr intensiv genutzt. Das muss auch in Zukunf möglich sein.

Der Realisierungswettbewerb „Bürgerpark Marienberg Brandenburg“ wird mit Zuwendungen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) fianzierten nationalen „Programm zur nachhaltige Stadtentwicklung“ gefördert.
Übergeordnetes Ziel ist es, einen Erholungs- und Begegnungsraum zu schaffn, der sich auf den gesellschaftichen Zusammenhalt förderlich auswirkt und die Interaktion zwischen verschiedenen (generationsübergreifenden) Gruppen der
Gesellschaf ermöglicht.

Als Resultat soll ein Park entstehen, der einen Begegnungsraum für unterschiedliche Nutzergruppen darstellt, die Lebensqualität verbessert und es vermag die vorangegangenen Entwicklungsphasen respektvoll zusammenzufügen.

Der Marienberg wird zentraler Erlebnisraum der BUGA Havelregion 2015 sein. Das der Auslobung beigefügte Ausstellungskonzept ist zu beachten. Mit Ausnahme des Staudengartens ist für die temporären BUGA Flächen zukünftg
Rasenansaat vorgesehen. Diese Flächen sind dafür vorzubereiten. Die temporäre Bepflnzung sowie die anschließende Raseineinsaat werden durch den Zweckverband BUGA Havelregion 2015 aus Mitteln des Durchführungshaushaltes
vorgenommen und sind nicht Gegenstand des späteren Fördervorhabens und des Wettbewerbs.

Das Parkgelände des Marienberges umfasst auch Flächen, die bereits saniert wurden. Darunter fällt der Südaufgang zwischen Bergstraße und Friedenswarte, die Friedenswarte selbst sowie die Freilichtbühne. Diese Vorhaben konnten mit EU Mitteln umgesetzt werden und unterliegen unterschiedlichen Zweckbindungsfristen. Die erneute Bearbeitung der bereits geförderten und sanierten Flächen wird für den Wettbewerb ausgeschlossen.

Verfahren

Die Auslobung des Wettbewerbes erfolgt als nicht-offner Wettbewerb nach RPW 2008 für Landschaftarchitekten. Das Wettbewerbsverfahren wird anonym durchgeführt. Dem Wettbewerb liegen die Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW 2008) in der Fassung vom 12.09.2008 zugrunde, soweit nachstehend nichts anderes ausgeführt ist. Bei der Vorbereitung der Auslobung hat die Architektenkammer Brandenburg entsprechend den Regelungen der RPW 2008 beratend mitgewirkt. Der Wettbewerb wird bei der Architektenkammer Brandenburg unter der Registriernummer W2010/07 (RPW 2008) geführt.

Teilnehmer:

  1. relais Landschaftarchitekten, Berlin
  2. Rehwaldt Landschaftarchitekten, Dresden
  3. Levin Monsigny Landschaftarchiteken, Berlin
  4. BW&P Landschaftarchitekten Wagenfeld Horst und Markus Thlen, Netzeband b. Neuruppin
  5. Büro sinai Faust. Schroll. Schwarz, Berlin
  6. TOPOTEK 1, Berlin
  7. PROSKE & STEINHAUSEN, Schwerin
  8. ST raum a, Berlin
  9. Hofmann|Röttgen, Landschaftarchitekten, Limburgerhof / Berlin
  10. geskes.hack, Berlin
  11. Büro Kiefer, Berlin + capattistaubach, Berlin
  12. lohrer.hochrein landschaftarchitekten, München / Magdeburg
  13. Trüper Gondesen Partner Landschaftarchitekten, Lübeck
  14. BERNARD und SATTLER Landschaftarchitekten, Berlin
  15. ATELIER LOIDL Landschaftarchitekten und Stadtplaner PartG, Berlin
  16. k1 Landschaftarchitekten Kuhn Klapka GbR, Berlin
  17. WES & Partner, Berlin / Hamburg
  18. Mettler Landschaftarchitekten, Berlin / Gossau
  19. hochC Landschaftarchitektur, Berlin
  20. Breimann & Bruun GmbH & Co. KG, Hamburg / Berlin
  21. realgrün Landschaftarchitekten, München
  22. bbz landschaftarchitekten, Berlin
  23. LA.BAR Landschaftarchitekten, Berlin + Dr.-Ing. Caroline Rolka, Berlin
  24. HAHN VON HANTELMANN, Berlin / Hamburg
  25. Die LandschaftArchitekten. Bittkau – Bartfelder + Ingenieure GbR, Wiesbaden

Preisgericht

Preisrichter/innen
  • Dr. Dietlind Tiemann, Oberbürgermeisterin der Stadt Brandenburg
  • Birgit Kornmesser, Stadtverordnete der Stadt Brandenburg
  • Thmas Krüger, Stadtverordneter der Stadt Brandenburg
  • René Kretschmar, Stadtverordneter der Stadt Brandenburg
  • Karl-Heinz Erler, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung und Bauwesen der Stadt Brandenburg
  • Prof. Heinz Nagler, Stadtplaner, Architekt, Cottbus
  • Wolfram Siewert, Landschaftarchitekt, Berlin
  • Jochen Sandner, Geschäftführer, Deutsche BundesgartenschauGesellschaf mbH, Bonn
  • Birgit Hammer, Landschaftarchitektin, Berlin
  • Dr.-Ing. Winfried Richard, Landschaftarchitekt, Berlin
  • Stefan Reimann, Landschaftarchitekt, Berlin
Stellvertretende Preisrichter/innen
  • Michael Brandt, Beigeordneter des FB IV der Stadt Brandenburg
  • Michael Kilian, Stadtverordneter der Stadt Brandenburg
  • Uwe Trütschler Stadtverordneter der Stadt Brandenburg
  • Alfredo Förster, Stadtverordneter der Stadt Brandeburg
  • Andrea Kutzop, Fachgruppenleiterin Stadtentwicklung
  • Marcel Adam, Landschaftarchitekt, Potsdam
  • Antje Aubram, Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaf mbH, Bonn
Sachverständige
  • Anja Brückner, Büro für Landschaftarchitektur, Zernitz
  • Stephan Lechner, Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaf mbH, Bonn
  • Anette Vedder, Stadtverwaltung Brandenburg, Fachgruppenleiterin Naturschutz / Grünflchen
  • Katrin Witt, Stadtverwaltung Brandenburg, Fachgruppenleiterin Denkmalschutz
  • Bernd Prieß, Stadtverwaltung Brandenburg, Projektleiter, Stab BUGA
  • Thmas Lenz, Stadtverwaltung Brandenburg, Koordinator Stab BUGA
Gäste
  • Andreas Elz, Architektenkammer Brandenburg
  • Gabriele Wolter, Geschäftführerin des Städtischen Klinikums Brandenburg

Termine

Ausgabe (Versand) der Wettbewerbsunterlagen: 05.08.2010
Schriftiche Rückfragen bis: 16.08.2010
Rückfragenkolloquium: 23.08.2010
Beantwortung der Rückfragen bis: 27.08.2010
Abgabe der Wettbewerbsarbeiten: 30.09.2010
Preisgerichtssitzung: 21.10.2010
Ausstellung voraussichtlich: November 2010

Preisträger

Preise


1. Preis: geskes.hack Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin


2. Preis: relais Landschaftsarchitekten, Berlin


3. Preis: SINAI Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH, Berlin/Frankfurt am Main


4. Preis: hochC Landschaftsarchitekten PartGmbB, Berlin


Anerkennung: Atelier Loidl, Berlin


Anerkennung: ST raum a. Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH, Berlin