Gemeindezentrum Russisch-Orthodoxe Kirchengemeinde Potsdam

Anlass/Ziel

Die Russisch-Orthodoxe Kirchengemeinde zu Potsdam beabsichtigt den Neubau eines Gemeindezentrums am Kapellenberg.

Die historische und landschaftsgestalterische Bedeutung des Standortes inmitten des als UNESCO-Welterbe ausgewiesenen Areals und die architektonisch anspruchsvolle Aufgabe der Errichtung eines Gemeindezentrums legte es nahe, diese Gestaltungsaufgabe durch einen architektonischen Wettbewerb lösen zu lassen.

Ziel des Verfahrens war der Vorentwurf eines funktionalen Neubaus als modernes Gemeindezentrum unter Berücksichtigung des denkmalgeschützten Gebäude- und Landschaftsensembles.

Der als Bestandteil der Russischen Kolonie einbezogene Kapellenberg ist als waldartiger Park mit historischem Wegesystem nach Entwürfen des preußischen Landschaftsarchitekten Peter Joseph Lenné gestaltet. Einzige Baulichkeiten stellen die Kapelle und die kleine Hofanlage des ehem. Königlichen Landhauses sowie die im Dorf liegenden 13 kleinen Hofanlagen dar. Das Planungsareal liegt im Randbereich des Königlichen Gartens, der von mehreren Baumgruppen aus Buchen, Eichen, Linden und Robinien gerahmt. Der waldartige Charakter des Grundstücks sollte dabei erhalten bleiben.

Aufgrund der Sensibilität des Planungsareals, bildete die Entwicklung der Kubatur, die Maßstäblichkeit sowie die Ausformulierung der Dachlandschaft, bei der architektonischen Gestaltung des Gebäudes einen Schwerpunkt. Daneben war es Wettbewerbsaufgabe, ein konkretes Baugrundstück innerhalb des vorgegebenen Baufeldes auszuweisen, wobei durch die Unterbringung von Nutzflächen der Kirchengemeinde im Untergeschoss der Flächenverbrauch möglichst optimiert werden sollte.

Das geplante Gemeindezentrum sollte eine Netto-Nutzfläche von 552 qm aufweisen. Von den Wettbewerbsteilnehmern wurde ein standortverträglicher, architektonisch anspruchsvoller Entwurf unter dem Aspekt des energieoptimierten Bauens im Sinne eines innovativen energie- und kosteneffizienten Gebäudekonzeptes nach EnEV 2014 erwartet.

Verfahren

Die Auslobung erfolgte als nichtoffener, einstufiger Einladungswettbewerb für Architekten. Den Teilnehmern wurde eine Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitekten empfohlen.

Preisgericht

Fachpreisrichter/innen

• Prof. Bernd Albers, Architekt, Berlin
• Prof. Berthold Burkhard, Architekt, Braunschweig
• Andreas Elz, Architekt, Potsdam
• Prof. Marcus Köhler, Landschaftsarchitekt, Dresden
• Prof. Kisten Schemel, Architektin, Berlin

Stellvertretender Fachpreisrichter/innen

• Anke Schettler, Architektin, Weimar
• Andreas Taucher, Landschaftsarchitekt, Berlin

Sachpreisrichter/innen

• Anatolij Koljada, Erzpriester Russisch Orthodoxe Gemeinde Potsdam
• Viktor Nepomnyaschchij, Russisch Orthodoxe Gemeinde Potsdam
• Matthias Klipp, Beigeordneter für Stadtentwicklung und Bauen, Landeshauptstadt Potsdam
• Nicola Halder-Hass, Kunsthistorikerin M.A., Immobilienökonom ebs, Berlin

Stellvertretende Sachpreisrichter/innen

• Dr. Thomas Ludwig, ICOMOS, Darmstadt
• Dr. Ramona Dornbusch, Untere Denkmalschutzbehörde, Landeshauptstadt Potsdam
• Markus Beck, Fachbereich Bauaufsicht, Denkmalpflege, Umwelt und Natur, Landeshauptstadt Potsdam
• Johann Gisbrecht, Russisch Orthodoxe Gemeinde Potsdam
• Sergej Koljada, Russisch Orthodoxe Gemeinde Potsdam

Sachverständige

• Dr. Thomas Drachenberg, Landeskonservator, Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege, Zossen
• Andreas Lochmann, Russisch Orthodoxe Gemeinde Potsdam
• J.-Daniel Koljada, Diakon Russisch Orthodoxe Gemeinde Potsdam
• Felix Merk, Untere Denkmalschutzbehörde, Landeshauptstadt Potsdam
• Dorothea Junghans, Untere Bauaufsichtsbehörde, Landeshauptstadt Potsdam
• Lars Schmäh, Untere Naturschutzbehörde Landeshauptstadt Potsdam

Termine

Auslobung des Wettbewerbs: 25.05.2015
Rückfragenkolloquium/ Preisrichtervorbesprechung: 15.06.2015
Abgabe der Wettbewerbsarbeiten: 17.08.2015
Preisgericht: 10.09.2015

Preisträger

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