Neubau Ärztehaus Gransee

Anlass/Ziel

Unter Einbindung der Bürger betreibt Gransee eine aktive Innenstadtentwicklung, um die Identifikation der Einwohnerschaft, der ansässigen Betriebe und Einrichtungen sowie der Beschäftigten mit der Stadt zu erhöhen und einem möglichen Rückgang der Bevölkerungszahl zu begegnen. So wurde u.a. der partizipative Stadtgestaltungsprozess „Wo(hl)fühlen in Gransee“, die Arbeit am integrierten Stadtentwicklungskonzept (INSEK) und die Beteiligung am Wettbewerb Zukunftsstadt des BMBF verwirklicht.

Seit jeher übernimmt Gransee Funktionen einer Kleinstadt im ländlich geprägten Umfeld. Als „Anker im Raum“ ist die Stadt Schulstandort, Arbeitsort, Einkaufsort, Standort eines Krankenhauses und anderer gesundheitlicher Angebote, Sitz von Verwaltung und Versorgungsunternehmen, Standort zentraler Sport- und Kulturangebote, Knotenpunkt des öffentlichen Nahverkehrs sowie Zugang zur Regionalbahn.

Die städtebauliche Planung der Stadt Gransee verfolgt die Leitlinie, die Stadt in ihrer gewerblichen und einzelhandelsbezogenen Entwicklung zu stärken, eine bedarfsgerechte Versorgung der Wohnbevölkerung zu gewährleisten und die am historischen Stadtkern gewachsene Versorgungsstruktur zu erhalten und auszubauen.

In diesem Kontext beabsichtigte das Amt Gransee und Gemeinden in Kooperation mit dem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) der Oberhavel Kliniken den Neubau eines Ärztehauses am Standort Rudolf-Breitscheid-Straße 30-31.

Die Grundstücke Rudolf-Breitscheid-Straße 30 und 31 sind im städtischen Eigentum und grenzen an andere Grundstücke der Stadt Gransee, die bei der städtebaulichen Einbindung des Neubauvorhabens einbezogen werden konnten.

Der maximal dreigeschossige Neubau sollte sich harmonisch aber eigenständig in das Umfeld einfügen und Raum für die ambulante ärztliche Versorgung zur Verfügung stellen. Insgesamt waren vier Arztpraxen mit insgesamt ca. 600 qm BGF in den Obergeschossen des Neubaus zu planen. Das Erdgeschoss sollte Platz für gesundheitsaffine Einzelhandelseinrichtungen bieten.

Ziel des Wettbewerbes war die Erlangung eines realisierbaren Entwurfs, der die gestalterischen, funktionalen, betriebstechnischen und wirtschaftlichen Anforderungen erfüllt und sich mit den architektonischen und städtebaulichen Ansprüchen des Standortes auseinandersetzt.

Die Planung sollte unter dem Aspekt des energieoptimierten Bauens im Sinne eines innovativen energie- und kosteneffizienten Gebäudekonzeptes nach gültiger EnEV umgesetzt werden. Der Standort ist Teil des „Rathausblocks“. Für diesen hat die Stadt Gransee im Jahr 2013 ein energetisches Quartierskonzept aufgestellt. Die Ergebnisse dieses Konzeptes sollte der Wettbewerbsentwurf berücksichtigen.

Verfahren

Die Auslobung erfolgt als nichtoffener, einphasiger Planungswettbewerb für Architekten/Innen (Hochbau), bauvorlageberechtigte Ingenieure/Innen und auswärtige Berufsangehörige mit gleichwertiger Qualifikation nach RPW 2013.

Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden entsprechend der öffentlichen Bekanntmachung (Nr. 2017/S 107-215697) im Supplement zum Amtsblatt der Europäischen Union, veröffentlicht am 07.06.2017, in einem vorgeschalteten Bewerbungsverfahren (Teilnahmewettbewerb gemäß RPW) folgende 7 Architekturbüros für die Wettbewerbsteilnahme durch Losverfahren bestimmt:

• IBK Architektur Dominik Marx, München
• Kubeneck Architekten, Berlin
• Löser Lott Architekten GmbH, Berlin
• MoRe Architekten BDA, Hamburg
• puppendahl architektur, Olfen
• T. Möhlendick Architekten BDA, Braunschweig
• Walter Huber Architekten, Stuttgart

Folgende Teilnehmer hat der Auslober nach denselben Kriterien vorab ausgewählt:

• Brenncke Architekten, Schwerin
• Elz Architekten BDA, Potsdam
• Feddersen Architekten, Berlin
• Grassl und Haertwig Architekten, Gransee
• MARON.RINNE Architekten

Preisgericht

Fachpreisrichter/innen

• Arne Krohn, Architekt, Baudezernent Fontanestadt Neuruppin
• Manfred Richter, Architekt, Amt Gransee und Gemeinden
• Henning von Wedemeyer, Architekt, Berlin

Stellvertretender Fachpreisrichter

• Niki Klemme, Architekt, Gransee

Sachpreisrichter/inn

• Dorothea Mantei, Prokuristin Oberhavel Kliniken GmbH
• Klaus Pölitz, Stellvertreter des ehrenamtlichen Bürgermeisters von Gransee

Stellvertretende/r Sachpreisrichter/in

• Siegfried Ewers, Brandenburgische Stadterneuerungsgesellschaft
• Martina Witzlau, Stadtverordnete Gransee

Sachverständige

• Andrea Hagen, Abteilungsleiterin Bau und Technik, Oberhavel Kliniken GmbH
• Uwe Valentin, Feuerwehr Gransee
• Nico Zehmke, Amt Gransee und Gemeinden
• Christian Bruns, Untere Denkmalschutzbehörde Landkreis Oberhavel, Oranienburg

Termine

Auslobung des Wettbewerbs: 14.07.2017
Rückfragen bis: 18.07.2017
Rückfragenkolloquium / Ortsbesichtigung: 21.07.2017
Beantwortung der Rückfragen bis: 04.08.2017
Abgabe der Wettbewerbsarbeit: 11.09.2017
Preisgericht: 29.09.2017
Ausstellung: Oktober 2017

Preisträger

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