Grundschule Krampnitz, Potsdam

Anlass/Ziel

Die Einwohnerzahl der Landeshauptstadt Potsdam ist seit dem Jahr 2000 kontinuierlich angestiegen und soll sich entsprechend der Bevölkerungsprognose, gemessen am Basisjahr 2016, voraussichtlich bis zum Jahr 2035 nochmals um rund 48.000 Einwohner auf insgesamt 220.000 Einwohner erhöhen.

Um dieser prognostizierten Bevölkerungsentwicklung und dem damit steigenden Bedarf an Wohnraum Rechnung zu tragen, soll das ehemaligen Kasernenareal Krampnitz mit ca. 140 ha für eine zivile Nachnutzung entwickelt werden. Es entsteht ein modernes Stadtquartier mit ca. 4.900 Wohneinheiten für rd. 10.000 Einwohner sowie Flächen für soziale Infrastruktur, Gewerbe, Handel und Dienstleistung.

Der Entwicklungsbereich Krampnitz liegt im Norden Potsdams am Rande des Naturparks Döberitzer Heide zwischen dem Fahrländer See und dem Krampnitzsee. Die Gesamtanlage der Heeres Reit- und Fahrschule ist ein bedeutendes kulturgeschichtliches Ensemble, dessen denkmalgeschützter Bestand im Zuge der Entwicklungsmaßnahme gesichert und ergänzt werden soll.

Im Ergebnis eines städtebaulichen Realisierungswettbewerbs wird derzeit der Masterplan für das Gebiet als Grundlage für die Bauleitplanung erarbeitet.

Mit Bezug der ersten Wohnungen in Krampnitz müssen auch erste Infrastruktureinrichtungen das öffentliche Leben ermöglichen. Unter Einbeziehung von 2 denkmalgeschützten Bestandsgebäuden soll eine 3-zügige Grundschule für 450 Kinder mit Hort und Zweifach-Sporthalle und eine Kita für 140 Kinder sowie Außensport-, Spiel- und Freiflächen errichtet werden.

Dazu wird ein interdisziplinärer Wettbewerb für Architekten und Landschaftsarchitekten als Nichtoffener Realisierungswettbewerb nach RPW 2013 mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb ausgelobt. Ziel des Wettbewerbs ist es, einen städtebaulich und gestalterisch, funktional überzeugenden Entwurf für das Gebäudeensemble in Verbindung mit den Bestandsgebäuden K7 und K8 der ehemaligen Kaserne zu erhalten. Hierbei sind u.a. denkmalpflegerische, naturschutzrechtliche Belange und die Vorgaben des städtebaulichen Masterplans für das Gelände zu berücksichtigen.

Das umzusetzende Raumprogramm umfasst insgesamt eine Nutzfläche von 6.600 m², unterteilt in ca. 3.500 m² Nutzfläche für die Grundschule, ca. 900 m² Nutzfläche für den Hort, ca. 800 m² Nutzfläche für die Kindertagesstätte und ca. 1.400 m² Nutzfläche für den Neubau einer Zweifach-Sporthalle.

Die Kita-, Schul- und Sportfreiflächen sollen als integraler Bestandteil des Entwurfs, mit hohem gestalterischen Ansatz den Charakter des Bildungsstandortes im städtebaulichen Kontext prägen.

Der Wettbewerbsentwurf soll moderne pädagogische Konzepte, das Arbeiten in unterschiedlichen Teamstrukturen, in offenen Lernlandschaften, die individuelle Förderung von Kindern, sowie einen einfachen Zugang zu digitalen Medien ermöglichen. Ein Schulprofil mit schulspezifischen Anforderungen kann erst mit Gründung der Schule entwickelt werden, sodass für die Bearbeitung der Wettbewerbsaufgabe insgesamt ein hohes Maß an Auseinandersetzung mit Lernstrukturen erwartet wird.

Für die Entwicklungsmaßnahme sind in den Kostengruppen 300-400 für die Grundschule mit Hort und Kita sowie für den Neubau der Sporthalle ca. 20 Mio. Euro (brutto) vorgesehen. Für die Pausen- und Außensportflächen (inkl. Rückbau der vorhandenen Flächen) stehen ca. 1,6 Mio. Euro brutto (Kostengruppe 500) zur Verfügung. Die Gesamtmaßnahme soll zum Schuljahresbeginn 2022/23 abgeschlossen sein.

Verfahren

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Preisgericht

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